Sehenswürdigkeiten
1. Das Solowets-Kloster und
die Festung.
Das ist ein
zentrales Bauwerk auf der Insel. Mauer und 8 Türme des Kremls wurden von
Mönchen im 16. Jahrhundert aus gigantischen Feldsteinen erbaut und erreichen
sechs Meter in der Breite. Drinnen, unter Schutz vom Kreml, sind Haushaltsbauten,
Kirchen und Kathedralen untergebracht. Im Kloster wird sonntags Gottesdienst
durchgeführt.
2. Das Museum GULAG.
Die Exposition des
Museums ist der tragischsten Periode der Geschichte von Solowets-Inseln
gewidmet, als auf der Insel das Lager und später das Gefängnis bei der
Hauptverwaltung für Lager (GULAG) der UdSSR war. Das Solowets-Lager wurde von
A. Solshenizyn in seinem Roman „Archipel GULAG“ beschrieben. Im Zeitraum vom
1923 bis zum 1939 wurden im Lager auf den Solowets-Inseln Zehntausende Häftlinge
in Haft genommen, darunter auch politische Häftlinge. In Russland ist das
Solowets-Lager nicht weniger als Alcatraz in den USA bekannt.
3. Kanäle und Seen

Auf den Solowets-Inseln gibt es keine Flüsse, sondern es gibt mehr
als 500 Seen. Im 16. Jahrhundert begannen Mönche, Seen miteinander zu
verbinden, indem sie Kanäle bauten. Das See- und Kanalsystem wurde
für Trinkwasserversorgung des Klosters, Fahren und Frachtbeförderung
benutzt. Gegenwärtig werden Exkursionen mit Ruderbooten durchs See- und
Kanalsystem durchgeführt. Typische Reiserouten sind der Kleine Kreis von
Kanälen und der Grosse Kreis von Kanälen (18 km mit dem Boot).
4. Das Berg Sekirnaja, die Himmelfahrt-Kirche,
der Gedenk-Kreuz
Das Berg Sekirnaja
liegt im nordwestlichen Teil der Solowets-Inseln (11 km vom Kreml), und das ist
der höchste Punkt der Insel. Im 19. Jahrhundert haben Mönche am
Gipfel dieses Berges die Himmelfahrt-Kirche gebaut. In der Zeit von GULAG war
in dieser Kirche einer der grausamsten Karzer. Später wurde der
Gedenk-Kreuz am Fuß des Berges zum Gedenken der dort gestorbenen Leute
aufgestellt.
5. Das Kap Belushij
Im sommer sammeln sich Dutzende Weißwale am Westufer der Solowets-Inseln in der Nähe vom Kap Belushij. Ausgewachsene
Wale sind ganz weiß, die Brut ist grau. Die Fähigkeiten und der Entwicklungsstand
des Gehirnes von Weißwalen sind sehr hoch, deshalb beobachten und untersuchen
Wissenschaftler Jahr für Jahr das Verhalten von Walen neben dem Kap
Belushij auf den Solowets-Inseln. Naturforscher können auch das spannende
Spiel der weißen Delphine beobachten. Die Besichtigung wird vom Schiff
aus durchgeführt; man kann auch das Kap zu Fuß vom Sekirnaja Berg
(2,5 km) durch den 2004 gebauten ökologischen Fußweg erreichen.
6. Der botanische Garten
erschiedenartigkeit
der Pflanzenwelt im Botanischen Garten auf den Solowets-Inseln ist einzigartig für
dieses Territorium, das nahe zum Polarkreis liegt. Hier wurden etwa 500 Arten
von Pflanzen gesammelt. Der Garten liegt 4 km vom Kreml. Auf dem Territorium
des Gartens befindet sich die Aleksander-Kapelle, von dorther lässt sich
eine wunderschöne Aussicht auf das Kloster entdecken.
7. Sajatskij-Inseln

Die Grosse Sajatskij Insel ist an Sehenswürdigkeiten reich. Am
interessantesten sind uralte Labyrinthe, Entstehung und Bestimmung von denen
bis heute von Archäologen erforscht werden. Es gibt 13 Labyrinthe auf der
Insel, sie sind verschiedener Grösse und Darstellung. Im westlichen Teil
der Insel liegt die Apostel-Andreas-Kirche und der Feldsteinhafen. Im Zentrum
der Insel wurden uralte Heiligtümer entdeckt, die vermutlich vom Volk Protosaami
gebaut wurden. Zum Unterschied von der Grossen Solowets-Insel, die mit
Wäldern bedeckt ist, gehört die Planzenwelt auf den Sajatskij-Inseln
zum Tundra-Typ, einschließlich der „tanzenden“ Zwergbirken. Strecke vom
Kreml bis zur Grossen Sajatskij Insel beträgt 9 km.
8. Stein von Verhandlungen
Aufgestellt am Ufer des südwestlichen Teiles der Solowets-Insel zum
Andenken an den Sieg der Mönche über die Britische Marine 1854
(siehe Teil "Geschichte"). Der
Stein liegt 4 km vom Kreml.
Geschichte
Im 12-13 Jahrhundert begann die Besiedelung der karelischen Küste des
Weißmeeres mit Fischern und Jägern aus Nowgorod, die sich in diesem
Kreis niedergelassen hatten. Dann zogen hierher Mönche um. Ortseinwohner
wußten über diese Insel im Meer und erzählten darüber dem
alten Mönch Sawwatij. Zu jener Zeit suchte Sawwatij nach Einsamkeit nach
dem Tod seines Lehrers Kirill Beloserskij und wanderte durch den Norden
Russlands. Einige Zeit wohnte er im Walaam-Kloster, aber er fand es zu
volkreich und ging weit nach Norden. 1429 erreichte er die Solowets-Insel.
Später hielt man Sawwatij für den ersten Siedler der Insel,
aber troztdem gründete nicht er das Kloster. 1436 Sossima, ein Sohn der
reichen Eltern, wohnte am Ufer des Onegasees (neben dem Dorf Kishi). Eines
Tages beschloss er sein Leben dem Mönchtum zu widmen und gab sein ganzes
Gut den armen Leuten. Sossima und eine Gruppe seiner Anhänger landeten an
der Solowets-Insel und gründeten ein Kloster.
Bis zu Mitte des 16. Jahrhunderts war das Solowets-Kloster dasselbe wie
andere kleine Klöster am Norden. Aber 1549 wurde Philipp zum neuen Haupt
des Klosters, der eine tätige und hervorragende Persönlichkeit war.
Unter seiner Leitung bagann das Kloster steinerne Gotteshäuser, neue
Bahnen, Kanäle, die zahlreiche Seen verbinden, zu bauen.

Zu jener Zeit spielte das Kloster die bedeutende Rolle in der
Verteidigung des Nordens Russlands. 1582-1594 wurde auf der Insel nach dem
Erlass des Zaren eine Festung von Mönchen erbaut. Sie wurde aus riesegen
Feldsteine gebaut und wurde zu einer der grössten und mächtigsten
russischen Festungen. Im Laufe von einigen Jahrhunderten bewachte die Festung und
ihre Besatzung den Norden Russlands.
Mitte des 17. Jahrhunderts stieg der politische und geistliche
Einfluß auf das Leben Russlands. In dieser Zeit stemmte sich die
Verwaltung des Klosters gegen die Religionsreformen der Russischen
Orthodoxkirche, die vom Zaren unterstützt wurde. Friedensverhandlungen
hatten keinen Erfolg und der Zar schickte das Heer um Meuterer zu strafen. Das
war die Zeit der berühmten „Belagerung von Solowets“ (1668-1676). Nur mit
Hilfe eines Verräters konnte die starke und gut ausgerüstete Armee
das Kloster 1676 erobern. Die Strafe war hart, viele Mönche wurden
hingerichtet. Das war der einzige Fall in der Geschichte, als das Kloster
erobert wurde.
Der andere Angriff geschah 1854 während des Krim-Krieges. Am 6.
Juli 1854 kamen zur Insel zwei britanische 60-Kanonen-Fregatten – „Brisk“ und
„Miranda“. Es begann ein Geplänkel. Im Laufe von 9 Stunden hatten die
Schiffe 1800 Schüsse gegen das Kloster abgegeben. Es ist wunderlich, dass
es nach solchem intensiven Beschoß keine Gefallenen gab und nur einige
Gebäude leicht beschädigt wurden. Zum Andenken dieses Ereignisses
wurde an der Meerküste eine Platte aufgestellt, die den Namen „Stein von
Verhandlungen“ bekommen hat.
Das Solowets-Kloster wurde noch in der Zarenzeit oft als Gefängnis
für Verbrecher und Ketzer benutzt. Bei der Sowjetmacht wurde hier 1923 ein
traurig bekanntes Lager und später ein Gefängnis gegründet. Auf
der Insel wurden Tausende von Häftlingen festgehalten. Viele von ihnen
starben. Das Gefängnis wurde 1939 geschlossen.
Während des Zweiten Weltkrieges war auf der Insel eine Schule
für Schiffsjungen, wo Jugendlichen zum Dienst an der Kriegsmarine
studierten. Einige von ihnen nahmen an Meergefechte am Ende des Krieges teil.
Seit 1965 wurden im
Solowets-Kreml die Wiederaufbauarbeiten durchgeführt. 1974 wurde das
Solowets-Museumsreservat gegründet. 1990 wurde das historische und
architektonische Ensemble der Solowets-Insel zur UNESCO-Liste der weltweit
besten Baudenkmäler aufgenommen.
Wie erreichen
Sie die Solowezki-Inseln:
Mit dem Schiff: Schiffahrtsperiode auf
dem Weißmeer beginnt Anfang Juni und endet im September. Aber es kommt
vor, dass wegen des schlechten Wetters können Schiffe aufs Meer im Laufe
von einigen Tagen nicht fahren. Am meisten entwickelt ist der Seeverkehr zwischen
der Insel und dem karelischen Ufer des Weißmeeres – der Städten Kem
(47 km) und Belomorsk (66 km). Im Juli und im August fahren grosse und kleine Schiffe
jeden Tag zu den Solowets-Inseln. Abfahrt aus Kem und Belomorsk –
gewöhnlich morgens, Rückkehr – abends. Durchschnittlich nimmt die
Fahrt aus Kem oder Belomorsk 3-4 Stunden in Anspruch. 2004 wurden Fahrten aus
Belomorsk mit Motorschiff mit Unterwasserflügeln gemacht, Fahrzeit – 1
Stunde 40 Minuten (mit Rücksicht des Fahrens durch die 19. (letzte) Schleuse
des Weißmeer-Batikum-Kanals).
Bei den
Solowezki-Inseln laufen Freuzfahrtschiffe und Forschungsschiffe aus Archangelsk,
Murmansk, Moskau und Sankt-Petersburg an. Einige ausländische
Kreuzfahrtgesellschaften nehmen die Solowets-Inseln zu ihren Reisetouren
über nördliche Seen Europas auf.
Mit dem Luftzeug
In der Sommerzeit verkehren
Flugzeuge AH-24 (Beförderungsfähigkeit: 48 Menschen) mehrmals wöchentlich
zwischen Archangelsk und den Solowets-Inseln. Fahrzeit – etwa 50 Minuten,
Flugplan wird im Frühling bekannt. Ganzjährlich verkehren auch
Flugzeuge L-15 (Beförderungsfähigkeit: 15 Menschen),
die im wesentlichen Ortseinwohner befördern. Aber die Flüge werden
sehr oft wegen des schlechten Wetters im Herbst und Frühling verlegen oder
sogar aufgehoben.
Die Solwezki-Insel
lässt sich auch mit dem Hubschrauber erreichen, der weniger vom schlechten
Wetter abhängig ist. Flüge sind auf Gruppenbestellung organisiert,
Hubschrauber verkehren aus Archangelsk und Petrosawodsk.