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Die Solowezki-Inseln (Solowki)



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Solovetsky Monastery Die Solowezki-Inseln liegen im Westteil des Weißmeeres, weniger als 100 Seemeilen südlich vom Polarkreis. Der Archipel besteht aus 6 grossen und mehreren kleinen Inseln. Die grösste ist – die Bolschoj (Grosse) Solowezkij-Insel, wo sich das berühmte Kloster befindet. Die Inseln haben den Status eines Museumsreservats, ihr Kultur- und Naturerbe wird vom Staat geschützt.
Durch Solowets-Inseln (auch als Solowki genannt) reisend könnten Sie sich mit legendären Bauten und Klosterbefestigungen bekannt machen, von der Geschichte des Stalin-Lagers GULAG erfahren. Auf den Inseln gibt es grosse Anzahl historischer und natürlicher Sehenswürdigkeiten, Untersuchung von denen viel Spaß und unauslöschlichen Eindruck bringt.

Karte


Sehenswürdigkeiten

1. Das Solowets-Kloster und die Festung.
Das ist ein zentrales Bauwerk auf der Insel. Mauer und 8 Türme des Kremls wurden von Mönchen im 16. Jahrhundert aus gigantischen Feldsteinen erbaut und erreichen sechs Meter in der Breite. Drinnen, unter Schutz vom Kreml, sind Haushaltsbauten, Kirchen und Kathedralen untergebracht. Im Kloster wird sonntags Gottesdienst durchgeführt.

2. Das Museum GULAG.
Die Exposition des Museums ist der tragischsten Periode der Geschichte von Solowets-Inseln gewidmet, als auf der Insel das Lager und später das Gefängnis bei der Hauptverwaltung für Lager (GULAG) der UdSSR war. Das Solowets-Lager wurde von A. Solshenizyn in seinem Roman „Archipel GULAG“ beschrieben. Im Zeitraum vom 1923 bis zum 1939 wurden im Lager auf den Solowets-Inseln Zehntausende Häftlinge in Haft genommen, darunter auch politische Häftlinge. In Russland ist das Solowets-Lager nicht weniger als Alcatraz in den USA bekannt.

3. Kanäle und Seen
Solowets-Inseln Auf den Solowets-Inseln gibt es keine Flüsse, sondern es gibt mehr als 500 Seen. Im 16. Jahrhundert begannen Mönche, Seen miteinander zu verbinden, indem sie Kanäle bauten. Das See- und Kanalsystem wurde für Trinkwasserversorgung des Klosters,  Fahren und Frachtbeförderung benutzt. Gegenwärtig werden Exkursionen mit Ruderbooten durchs See- und Kanalsystem durchgeführt. Typische Reiserouten sind der Kleine Kreis von Kanälen und der Grosse Kreis von Kanälen (18 km mit dem Boot).

4. Das Berg Sekirnaja, die Himmelfahrt-Kirche, der Gedenk-Kreuz
Das Berg Sekirnaja liegt im nordwestlichen Teil der Solowets-Inseln (11 km vom Kreml), und das ist der höchste Punkt der Insel. Im 19. Jahrhundert haben Mönche am Gipfel dieses Berges die Himmelfahrt-Kirche gebaut. In der Zeit von GULAG war in dieser Kirche einer der grausamsten Karzer. Später wurde der Gedenk-Kreuz am Fuß des Berges zum Gedenken der dort gestorbenen Leute aufgestellt.

5. Das Kap Belushij

Im sommer sammeln sich Dutzende Weißwale am Westufer der Solowets-Inseln in der Nähe vom Kap Belushij. Ausgewachsene Wale sind ganz weiß, die Brut ist grau. Die Fähigkeiten und der Entwicklungsstand des Gehirnes von Weißwalen sind sehr hoch, deshalb beobachten und untersuchen Wissenschaftler Jahr für Jahr das Verhalten von Walen neben dem Kap Belushij auf den Solowets-Inseln. Naturforscher können auch das spannende Spiel der weißen Delphine beobachten. Die Besichtigung wird vom Schiff aus durchgeführt; man kann auch das Kap zu Fuß vom Sekirnaja Berg (2,5 km) durch den 2004 gebauten ökologischen Fußweg erreichen.

6. Der botanische Garten
erschiedenartigkeit der Pflanzenwelt im Botanischen Garten auf den Solowets-Inseln ist einzigartig für dieses Territorium, das nahe zum Polarkreis liegt. Hier wurden etwa 500 Arten von Pflanzen gesammelt. Der Garten liegt 4 km vom Kreml. Auf dem Territorium des Gartens befindet sich die Aleksander-Kapelle, von dorther lässt sich eine wunderschöne Aussicht auf das Kloster entdecken.

7. Sajatskij-Inseln
Die Grosse Sajatskij Insel ist an Sehenswürdigkeiten reich. Am interessantesten sind uralte Labyrinthe, Entstehung und Bestimmung von denen bis heute von Archäologen erforscht werden. Es gibt 13 Labyrinthe auf der Insel, sie sind verschiedener Grösse und Darstellung. Im westlichen Teil der Insel liegt die Apostel-Andreas-Kirche und der Feldsteinhafen. Im Zentrum der Insel wurden uralte Heiligtümer entdeckt, die vermutlich vom Volk Protosaami gebaut wurden. Zum Unterschied von der Grossen Solowets-Insel, die mit Wäldern bedeckt ist, gehört die Planzenwelt auf den Sajatskij-Inseln zum Tundra-Typ, einschließlich der „tanzenden“ Zwergbirken. Strecke vom Kreml bis zur Grossen Sajatskij Insel beträgt 9 km.

8. Stein von Verhandlungen
Aufgestellt am Ufer des südwestlichen Teiles der Solowets-Insel zum Andenken an den Sieg der Mönche über die Britische Marine 1854 (siehe Teil "Geschichte"). Der Stein liegt 4 km vom Kreml.

Geschichte

Im 12-13 Jahrhundert begann die Besiedelung der karelischen Küste des Weißmeeres mit Fischern und Jägern aus Nowgorod, die sich in diesem Kreis niedergelassen hatten. Dann zogen hierher Mönche um. Ortseinwohner wußten über diese Insel im Meer und erzählten darüber dem alten Mönch Sawwatij. Zu jener Zeit suchte Sawwatij nach Einsamkeit nach dem Tod seines Lehrers Kirill Beloserskij und wanderte durch den Norden Russlands. Einige Zeit wohnte er im Walaam-Kloster, aber er fand es zu volkreich und ging weit nach Norden. 1429 erreichte er die Solowets-Insel.

Später hielt man Sawwatij für den ersten Siedler der Insel, aber troztdem gründete nicht er das Kloster. 1436 Sossima, ein Sohn der reichen Eltern, wohnte am Ufer des Onegasees (neben dem Dorf Kishi). Eines Tages beschloss er sein Leben dem Mönchtum zu widmen und gab sein ganzes Gut den armen Leuten. Sossima und eine Gruppe seiner Anhänger landeten an der Solowets-Insel und gründeten ein Kloster.

Bis zu Mitte des 16. Jahrhunderts war das Solowets-Kloster dasselbe wie andere kleine Klöster am Norden. Aber 1549 wurde Philipp zum neuen Haupt des Klosters, der eine tätige und hervorragende Persönlichkeit war. Unter seiner Leitung bagann das Kloster steinerne Gotteshäuser, neue Bahnen, Kanäle, die zahlreiche Seen verbinden, zu bauen.

Solovetsky Island. Monastery and Fortress Zu jener Zeit spielte das Kloster die bedeutende Rolle in der Verteidigung des Nordens Russlands. 1582-1594 wurde auf der Insel nach dem Erlass des Zaren eine Festung von Mönchen erbaut. Sie wurde aus riesegen Feldsteine gebaut und wurde zu einer der grössten und mächtigsten russischen Festungen. Im Laufe von einigen Jahrhunderten bewachte die Festung und ihre Besatzung den Norden Russlands.

Mitte des 17. Jahrhunderts stieg der politische und geistliche Einfluß auf das Leben Russlands. In dieser Zeit stemmte sich die Verwaltung des Klosters gegen die Religionsreformen der Russischen Orthodoxkirche, die vom Zaren unterstützt wurde. Friedensverhandlungen hatten keinen Erfolg und der Zar schickte das Heer um Meuterer zu strafen. Das war die Zeit der berühmten „Belagerung von Solowets“ (1668-1676). Nur mit Hilfe eines Verräters konnte die starke und gut ausgerüstete Armee das Kloster 1676 erobern. Die Strafe war hart, viele Mönche wurden hingerichtet. Das war der einzige Fall in der Geschichte, als das Kloster erobert wurde.

Der andere Angriff geschah 1854 während des Krim-Krieges. Am 6. Juli 1854 kamen zur Insel  zwei britanische 60-Kanonen-Fregatten – „Brisk“ und „Miranda“. Es begann ein Geplänkel. Im Laufe von 9 Stunden hatten die Schiffe 1800 Schüsse gegen das Kloster abgegeben. Es ist wunderlich, dass es nach solchem intensiven Beschoß keine Gefallenen gab und nur einige Gebäude leicht beschädigt wurden. Zum Andenken dieses Ereignisses wurde an der Meerküste eine Platte aufgestellt, die den Namen „Stein von Verhandlungen“ bekommen hat.

Das Solowets-Kloster wurde noch in der Zarenzeit oft als Gefängnis für Verbrecher und Ketzer benutzt. Bei der Sowjetmacht wurde hier 1923 ein traurig bekanntes Lager und später ein Gefängnis gegründet. Auf der Insel wurden Tausende von Häftlingen festgehalten. Viele von ihnen starben. Das Gefängnis wurde 1939 geschlossen.

Während des Zweiten Weltkrieges war auf der Insel eine Schule für Schiffsjungen, wo Jugendlichen zum Dienst an der Kriegsmarine studierten. Einige von ihnen nahmen an Meergefechte am Ende des Krieges teil.

Seit 1965 wurden im Solowets-Kreml die Wiederaufbauarbeiten durchgeführt. 1974 wurde das Solowets-Museumsreservat gegründet. 1990 wurde das historische und architektonische Ensemble der Solowets-Insel zur UNESCO-Liste der weltweit besten Baudenkmäler aufgenommen.

Wie erreichen Sie die Solowezki-Inseln:

Boat has arrived to Solovetsky Mit dem Schiff:
Schiffahrtsperiode auf dem Weißmeer beginnt Anfang Juni und endet im September. Aber es kommt vor, dass wegen des schlechten Wetters können Schiffe aufs Meer im Laufe von einigen Tagen nicht fahren. Am meisten entwickelt ist der Seeverkehr zwischen der Insel und dem karelischen Ufer des Weißmeeres – der Städten Kem (47 km) und Belomorsk (66 km).  Im Juli und im August fahren grosse und kleine Schiffe jeden Tag zu den Solowets-Inseln. Abfahrt aus Kem und Belomorsk – gewöhnlich morgens, Rückkehr – abends. Durchschnittlich nimmt die Fahrt aus Kem oder Belomorsk 3-4 Stunden in Anspruch. 2004 wurden Fahrten aus Belomorsk mit Motorschiff mit Unterwasserflügeln gemacht, Fahrzeit – 1 Stunde 40 Minuten (mit Rücksicht des Fahrens durch die 19. (letzte) Schleuse des Weißmeer-Batikum-Kanals).
Bei den Solowezki-Inseln laufen Freuzfahrtschiffe und Forschungsschiffe aus Archangelsk, Murmansk, Moskau und Sankt-Petersburg an. Einige ausländische Kreuzfahrtgesellschaften nehmen die Solowets-Inseln zu ihren Reisetouren über nördliche Seen Europas auf.

Mit dem Luftzeug
In der Sommerzeit verkehren Flugzeuge AH-24 (Beförderungsfähigkeit: 48 Menschen) mehrmals wöchentlich zwischen Archangelsk und den Solowets-Inseln. Fahrzeit – etwa 50 Minuten, Flugplan wird im Frühling bekannt. Ganzjährlich verkehren auch Flugzeuge L-15 (Beförderungsfähigkeit: 15 Menschen), die im wesentlichen Ortseinwohner befördern. Aber die Flüge werden sehr oft wegen des schlechten Wetters im Herbst und Frühling verlegen oder sogar aufgehoben.
Die Solwezki-Insel lässt sich auch mit dem Hubschrauber erreichen, der weniger vom schlechten Wetter abhängig ist. Flüge sind auf Gruppenbestellung organisiert, Hubschrauber verkehren aus Archangelsk und Petrosawodsk.

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